Maren Frank

wurde am 29. Oktober 1977 in Herne geboren
und entdeckte sehr früh ihre Leidenschaft für das
Schreiben und Zeichnen. Neben dem Lesen
(besonders von historischen Romanen) widmet
sie sich dem Reitsport.
Beruflich entwirft Maren Frank Stempel für die Solinger Firma
Kaleidoskop -Motivstempel -.

Das Pferd aus dem Moor 

  

Kurzinhalt

Die 13jährige Evelina verbringt die Sommerferien bei ihrer
Tante auf dem Bauernhof. Als sie bei einem Spaziergang
plötzlich einen Rappen sieht, der auf scheinbar mysteriöse
Weise wieder verschwindet, glaubt sie zuerst, nur geträumt
zu haben. Doch schon kurz darauf sieht sie den Rappen
wieder und erkennt, dass sie mit dem Pferd auf eine
gewisse Art sogar kommunizieren kann. Es scheint, als
wolle der Rappe ihr etwas sagen und Evelina ist wild
entschlossen, das ihn umgebende Geheimnis zu lösen.

 

Leseprobe

Leseprobe aus "Das Pferd aus dem Moor"

Die Erlebnisse des Tages hatten sie müde gemacht und
kaum, dass sie die Bettdecke über sich gezogen hatte, fiel sie
in tiefen, traumlosen Schlaf.
Ein Geräusch, das sie im ersten Moment nicht definieren
konnte, weckte Evelina. Ruckartig setzte sie sich auf. Im
Zimmer war es stockfinster und die rote Leuchtanzeige der
Uhr auf dem Nachttisch zeigte an, dass es erst kurz nach zwei
war. Stille herrschte um sie herum. Hatte sie etwa nur geträumt?
Nein, da war es wieder, ein Scharren und Klappern, leise
zwar, aber doch laut genug, dass sie es hörte. Und viel lauter
als eine der Katzen.
Mit klopfendem Herzen stand Evelina auf und trat zum Fenster.
Sie schob die Gardine ein Stück zur Seite und sah hinaus. Der
Hof lag still da. Über dem Scheunentor brannte ein kleines
Licht, das immer an war. Sein Schein erhellte nur den Bereich
direkt vor der Scheune, der Rest war nur schemenhaft zu
erkennen, denn es war Halbmond. Von den Hunden war keiner
zu sehen. Rufus und Susi hatten beide eine Hütte neben dem
Stall, schliefen aber mitunter auch vor der Scheune, doch
würden sie niemals ihr Revier verlassen. Was immer das
Geräusch verursacht hatte, da es laut genug gewesen war,
Evelina zu wecken, mussten es auch die Hunde gehört haben.
Und da sie nicht angeschlagen hatten, handelte es sich wohl
doch um ein Tier. Und zwar um eines, das die Hunde kannten.
Vielleicht eine Eule, überlegte Evelina. Das die nachtaktiv
waren, wusste sie aus dem Biologieunterricht, denn darüber
hatten sie in den letzten Wochen gesprochen.Auch über andere
nachtaktive Tiere, doch ein Wolf hätte die Hunde sicher
aufgeschreckt. Und dann fiel Evelina ein, dass es hier gar
keine Wölfe gab.
Sie gähnte, welche anderen Tiere noch nachtaktiv waren,
wusste sie im Moment nicht und war zu müde, um genauer
darüber nach zu denken. Schon wollte sie die Gardine wieder
zurückschieben, als sie es sah.

ISBN 3-937221-69-7 • Taschenbuch 
104 Seiten • 9,95 € • Rotblatt Verlag

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     Die Abenteuer von Zauberer Arktikus und seinen Freunden    

                        

Das Geheimnis der Insel

Kurzinhalt

er in vielen Wissenschaften gelehrte Zauberer Arktikus
unternimmt mit seiner ebenfalls zauberkundigen jungen
Assistentin Sina eine Reise aufs Meer. Doch schon bald geraten
sie in ein schlimmes Unwetter und ihr Boot kentert. Eine Gruppe
Delfine bringt sie zu einer Insel, doch der Anführer der Delfine
warnt sie, dass auf dieser Insel nicht alles so paradiesisch ist,
wie es auf den ersten Blick scheint.
Bei den Schwestern Ajana und Izzy finden Arktikus und Sina
Unterschlupf. Sie lernen Drachen, Meermenschen und Hexen
kennen, schwimmen mit Delfinen, helfen einem Riesen und
entdecken, dass auf der Insel vieles ganz anders ist, als es auf
den ersten Blick scheint. Es gilt das Rätsel der Insel zu lösen.

Leseprobe

Auf einem davon saß Izzy, die Hand eines helllila Drachen
haltend. Ein Flügel des Drachen hatte sich beschützend um
die Schultern des Mädchens gelegt. Das Gesicht des Wesens
wurde fast vollständig von großen, dunkelvioletten Augen mit
langen schwarzen Wimpern beherrscht.
Sina blieb der Mund offen stehen. Natürlich hatte sie schon
von Drachen gehört, das hatte schließlich jeder. Selbst ihre
kleinen Geschwister waren ganz wild auf Geschichten über
Drachen, die Feuer spieen und durch die Luft flogen, dabei
ganze Dörfer in Angst und Schrecken versetzten. Reflexartig
hielt sie Arktikus fest, der auf den Drachen zugehen wollte.
„Bist du wahnsinnig? Das ist ein Drache.“
„Ja, das sehe ich.“ Arktikus schob sie sanft, aber mit
Bestimmtheit von sich und trat näher. „Nur, weil das hier ein
Drache ist, muss er nicht gleich gefährlich sein.“
Sina sah die weißen Zähne, die rechts und links aus dem
geschlossenen Maul herausschauten und wovon es sicher noch
eine ganze Menge mehr gab. Die Haut wirkte überraschend
glatt, sie konnte die einzelnen Schuppen gar nicht erkennen.
Die Flügel wirkten dünn, fast transparent. Der lange, mit weißen
Hornspitzen besetzte Schwanz dafür umso kräftiger. Ein Schlag
davon und Arktikus und sie waren Geschichte.
„Du bist ein kluger Mann“, sagte der Drache mit melodiöser
Stimme und stand auf. So auf den Hinterbeinen stehend
überragte er Arktikus um gut zwei Köpfe. „Mit solchen Vorurteilen
hat mein Volk ständig zu kämpfen.“
Auch Izzy hatte sich erhoben. „Das ist Arktikus, ich habe dir
eben von ihm erzählt. Und das da Sina. Du kannst ruhig näher
kommen, Talia würde niemals ohne Grund einen Menschen
angreifen.“
Davon war Sina zwar nicht ganz überzeugt, aber feige im
Hintergrund stehen war noch nie ihre Art gewesen. Allerdings
hatte sie ziemlich weiche Knie, denn so von nahem wirkte der
Drache doch reichlich Furcht einflößend. Zumal er jetzt auch
noch den schmalen, auf einem langen dünnen Hals sitzenden
Kopf vorstreckte und an ihr schnupperte.

ISBN 3-938728-14-0 • 400 Seiten
15,50 € • Wendepunkt Verlag

 

Wochenblatt, eine kleine Frau mit einer grossen Gabe

 

Copyright (c) by Maren Frank

 

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