Vita Steine
Wasserspiele
Abwesenheit Einsame Gestalten
© Dieter Radtke
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Name: Dieter Radtke
Adresse: Kolpingstr. 9, 48147 Münster
Email: DieterRadtke@gmx.de
Telefon: 0251/1 44 22 49
Geburtsdatum: 4.5.1965
Schule: Abitur in Neheim-Hüsten (NRW)
Studium:: Volkswirtschaftlehre in Münster (ohne Abschluss)
Umschulung: 2000-2002 (Bürokaufmann)
Tätigkeit: Praktika u.a., zuletzt (2007-2010) Arbeitsgelegenheit
beim LWL-Archivamt für Westfalen
Veröffentlichungen: in Anthologien und Zeitschriften
letzte Veröffentlichungen:
Literareon Lyrik-Bibliothek Nr. 11 (2010)
Lyrik-Jahrbuch 2010 (Heike Wenig Verlag, Dorsten)
Gedichtekarussell, Nr. 5 (2009)
Gruppen: Autorengruppe Münster, Redaktion KLINKE
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Die Zärtlichkeit der Steine -
Sie saugen sich voll
Mit Wärme
Wenn die Sonne
Auf sie scheint
Steine -
Sie träumen vom Tod
Weil sie selbst nicht leben
Und trotzen Witterung
Und Verfall
Bis auch sie zerrieben werden -
Staubiger Sand im Getriebe
Und im Räderwerk
Der Uhren
Staub von toten Steinen
Liegt zärtlich in der Luft
Er weht in alle Fugen
Und bedeckt als gelber Teppich
Die Welt
Ich atme Staub
Und spüre – ich lebe noch
In der festgefügten
Und flüchtigen Zärtlichkeit
Der Steine
© Dieter Radtke - 05.05.2010
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Die Fährte führt
In den Fluss
Ich folge ihr
Bis tief ins Wasser
Ich werde ein Fisch
Und lebe und vergesse
Und Flugzeuge fallen
Und schweben sacht
In den Wolken
Die sich spiegeln über mir
In der Oberfläche
Des Wassers
Kinder baden und ich umspiele
Ihre schmalen Füße
Und sie rufen
Wenn sie mich bemerken:
Da ist ein Fisch
Und ich tauche tief
Immer tiefer ins Vergessen
Bis ich selbst das Vergessen bin
Und Wasser und Wolke
Und alles und nichts
© Dieter Radtke - 02.05.2010
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Kein Gedicht über Liebe
Die Liebe wartet
Am fremden Ufer -
Unendlich fern
Ein Blick aus Deinen Augen
Der meinen Blick
Niemals kreuzt -
Und Du lachst immer
Einen Augenblick zu spät
Die Stadt ist ein Labyrinth
Abertausend Augen
Denen ich verfallen bin
Ich – ein Jäger
Mit einer untauglichen Waffe -
Ein hässlicher bitterer Blick
Steht mir ins Gesicht
Geschrieben
Es gibt nur ein Gedicht
Welches mich schöner malt -
Das letzte ungeschriebene Gedicht
Auf den Grabsteinen -
In den Lüften
Und immer setze ich
Neu an zu Irrgärten -
Verschlungenes Material – Worte
Niemand findet in mir
Ein Ziel
Nur die Fragen schweben
Anmutig in der Luft
Über dem Häusergewirr der Stadt
© Dieter Radtke - 30.04.2010
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„Trab Trab“
Waren die verspotteten
Helden meiner Jugend -
Die große keifende Frau
Und der kleine Mann
Mit der brüchigen Stimme -
Bepackt mit Einkaufstaschen -
Im Bahnhofsbereich verstrickt
In endlosen Zwist
Jetzt lacht man
Verstohlen über mich -
Jemand nannte mich
„Feldmaus“ -
Den unscheinbaren Dichter
Mit den glühenden
Gedichten der Vergeblichkeit
Der Menschen
Ein Denkmal setzt
Die es eigentlich nicht verdienten
© Dieter Radtke - 01.01.2010
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